drei Aspekte für mehr Gehalt

Wie Sie ein besseres Gehalt aushandeln

Das Vorhaben, das eigene Gehalt zu verhandeln oder eine Gehaltserhöhung auszuhandeln, ist ja ein astreiner Startknopf fürs Gedankenkarussell:

  • Hab ich überhaupt mehr Geld verdient? (Ja!)
  • Ist das nicht gerade ein schlechter Zeitpunkt, mehr Geld zu fordern? (Gibt es bei dieser Überlegung je einen richtigen?)
  • Stehe ich dann nicht in der Pflicht und muss womöglich noch mehr arbeiten? (Nein).
  • Ruiniere ich durch die Forderung nach mehr Geld nicht meine Beziehung zu meiner Führungskraft? (Nein).

Aber heute soll es nicht um Mittel und Wege gegen hartnäckige Gedanken gehen. Heute geht’s darum, wie Sie es souverän hinkriegen können, ein besseres Gehalt auszuhandeln. Und zwar mit diesen drei Aspekten:

  1. Machen Sie ein erstes Angebot. Damit setzen Sie einen Anker, der das Gegenangebot Ihres Gegenübers beeinflusst. Ein für Sie gutes, aber noch realistisches erstes Angebot kann die Gehaltsverhandlung zu Ihren Gunsten beeinflussen. Wenn es zum Beispiel um eine Gehaltserhöhung geht, macht es einen gravierenden Unterschied, ob Sie mit 600 Euro / Monat oder 300 Euro / Monat starten. Bei 600 Euro landen Sie in der Verhandlung eventuell bei 300 Euro, bei 300 Euro Startsumme wird aber vermutlich nur eine bescheidene und eher symbolische Erhöhung von 100 Euro das Ergebnis sein. Das Beispiel verdeutlicht, warum es in einer Verhandlung immer besser ist, als erste den Anker zu werfen. Denn würde Ihr Gegenüber mit der Summe 300 Euro starten, wird es schwierig, 600 Euro zu fordern.
  2. Bandbreite statt Fixsumme: Angenommen, Ihr Zielgehalt liegt bei 80.000 Euro. Setzen Sie als Anker nicht diese Summe, sondern fordern Sie zwischen 80.000 und 90.000 Euro. So signalisieren Sie Flexibilität und Verhandlungsbereitschaft. Zugleich wird es für die andere Seite nun schwierig, das Limit von 80.000 Euro zu unterbieten.
  3. Plaudern: Eine lockere Unterhaltung wirkt positiv auf eine Verhandlung. Um zu erreichen, was Sie wollen, müssen Sie zunächst herausfinden, was Ihr Gegenüber will, was ihn interessiert und was er braucht. Wenn Sie etwas bieten können, was die andere Seite schätzt, bekommen Sie eine bessere Beziehung und einen besseren Deal. Sie kennen das vielleicht von Verhandlungen im Urlaub oder auf Flohmärkten. Sobald Sie mit etwas liebäugeln, verwickeln gute Verkäufer Sie in ein Gespräch und stellen eine Verbindung zwischen sich, Ihnen und der Ware her. Erst wenn eine Beziehung hergestellt ist, wirft der Verkäufer einen Anker aus.

Wenn Sie sich über diesen Text hinaus für Mittel und Wege gegen Störgedanken und hartnäckige Klagelieder mit dem immer gleichen Text „kriege sowieso keine Gehaltserhöhung“ interessieren, empfehle ich diesen Blogbeitrag oder ein Coaching.

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