What if I fall? Oh, but my darling. What if you fly?

Mentale Stärke durch Coaching und Training

Sie haben es sicherlich auch schon festgestellt: Im Coaching und in der Weiterbildung rund um persönliche Entwicklung spielt das Thema Mentale Stärke eine immer größere Rolle. Im Sport ist mentale Stärke schon seit langem nicht mehr wegzudenken. Das mentale Coaching hat hier auch seinen Ursprung.

Visualisierung von Bewegungsabläufen

Im mentalen Coaching ergänzen Sportler das körperliche Training durch das intensive Visualisieren von Bewegungsabläufen. So stellt sich zum Beispiel ein Tennisspieler immer und immer wieder die Abläufe und Bewegungen für einen Aufschlag vor.

Da es für unser Gehirn kaum einen Unterschied macht, ob wir eine körperliche Aktivität tatsächlich durchführen oder ob der Bewegungsablauf wie ein Film vor unserem inneren Auge abläuft, unterstützt das mentale Training den sportlichen Erfolg.

Die Bedeutung von Routinen

Doch nicht nur zum Einstudieren von Bewegungsabläufen dient mentales Coaching. Auch für den Glauben an sich selbst, das Selbstbewusstsein oder den Umgang mit Stress werden mentale Fertigkeiten trainiert.

Das Mentaltraining umfasst also auch Gedanken und Gefühle und hilft, in stressigen und herausfordernden Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Um das zu schaffen, eignet man sich eine individuell passende Routine an. Vielleicht haben Sie solche Routinen schon mal bei Sportlern beobachtet:

Tennisspieler, die vor einem Aufschlag immer gleich häufig den Ball springen lassen. Fußballer, die immer eine gleiche Geste vor dem Anlauf zu einem Freistoß zeigen. Leichtathleten, die sich vor dem Startschuss oder Anlauf auf die Brust klopfen.

Diese Routinen helfen dabei, Gedanken zu strukturieren, die Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt zu lenken und emotionale Stabilität zu erlangen. Emotionale Stabilität hat dabei nichts mit Pokerface zu tun. Es geht dabei ausschließlich darum, sich selbst zu schützen vor emotionalen Schwankungen und somit vor zu hohem Energieverlust, der entsteht, wenn zu viele Emotionen im Spiel sind.

Persönliche Weiterentwicklung durch mentales Coaching

Mittlerweile spielt das Mentaltraining auch im Coaching und in der persönlichen Entwicklung eine zunehmend wichtigere Rolle. Formulierungen wie Gewonnen wird im Kopf oder Erfolg beginnt im Kopf zielen darauf ab, die Macht der Gedanken für Veränderungen zu nutzen. Außerdem geht es darum, Gedanken positiv zu beeinflussen und zu steuern, um so hemmende Einstellungen und Blockaden aufzulösen.

Mit Mentaltraining können diese Kompetenzen gelernt, ausgebaut und verbessert werden:

  • Glaube an sich selbst
  • Uneingeschränkte Konzentration und Fokussierung auf ein Ziel
  • Sich von Misserfolgen geistig leichter zu lösen und neuen Herausforderungen ermutigt entgegenzusehen

Toll: Mentales Training geht immer

Für Mentaltraining ist man nie zu jung oder zu alt. Denn erfreulicherweise kann unser Gehirn ein Leben lang umstrukturiert werden. Diese Fähigkeit nennt man Neuroplastizität. Das Erstaunliche an der Neuroplastizität ist, dass sie ein Leben lang erhalten bleibt.

Wie kommt Neuroplastizität zustande? Wenn wir etwas tun oder denken, schüttet das Gehirn Neurotransmitter aus. Das sind chemische Botenstoffe in den Synapsen, den Verbindungsstellen zwischen den Nervenzellen. Sie werden von elektrischen Impulsen begleitet, beide sind sehr flüchtig. Wenn aber im Laufe der Zeit diese Signale immer dieselben Nervenbahnen aktivieren, entstehen immer stabilere Verbindungen zwischen den einzelnen Nervenzellen.

Die Brücken zwischen den Synapsen werden immer kräftiger, manchmal bilden sich sogar neue Nervenzellen. Für diese neuen Zellen werden Stütz- und Haltezellen bereitgestellt, es bilden sich die sogenannten Gliazellen. Bei einer ausreichenden Anzahl von neuen Nerven- und den zugehörigen Gliazellen zeigt sich eine deutliche Veränderung im MRT, d. h., das Hirngewebe erscheint dicker oder dichter. Im Grunde lässt sich die Veränderung mit einem Weg vergleichen, der nach einiger Zeit immer gefestigter wird.

Dass es Neuroplastizität überhaupt gibt, liegt vermutlich daran, dass sich um uns herum alles im Fluss befindet. Die Evolution musste eine Möglichkeit zur Anpassung entwickeln und kreierte ein flexibles Gehirn. Diese Tatsache gibt uns eine große Freiheit. Denn wir selbst können nun entscheiden, welche Entwicklung unser Gehirn vollziehen soll. Wir können die Veränderungen im eigenen Kopf steuern. Zugleich entsteht daraus auch eine große Aufgabe: Als Architekten unseres Gehirns sind wir verantwortlich dafür, welche Gedanken oder Fähigkeiten wir etablieren.

Der Nutzen von Mentaltraining

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, das Prinzip der Neuroplastizität für sich zu nutzen. Es bietet nahezu unbegrenzte Spielräume. Einige Menschen machen beispielsweise davon Gebrauch, indem sie in verschiedenen Phasen ihres Lebens ganz unterschiedliche Berufe ausüben, die eine hohe Qualifizierung erfordern. Manchmal gewinnen wir schon eine bessere Lebensqualität, wenn wir ein paar schlechte Gewohnheiten durch vorteilhaftere ersetzen. So könnten Sie mit einer negativen Denkgewohnheit Schluss machen und sich eine ermutigendere Sichtweise aneignen.

Wir alle können die Methoden des Mentaltrainings lernen und überall im Leben anwenden. Die zentrale Idee dieses Trainings besteht darin,

  • die positiven Aspekte der eigenen geistigen Leistung,
  • die eigenen körperlichen, geistigen und emotional-sozialen Fähigkeiten

in den Brennpunkt der eigenen Aufmerksamkeit zu stellen.

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